Veröffentlichung von Namen …


 

Dänische Journalisten riskieren Inhaftierung wegen Veröffentlichung von MRSA-betroffene Schweinemastbetrieben.

Der dänische Autor und Naturjournalist Kjeld Hansen wird bald eine schriftliche Beschuldung von der Staatsanwaltsschaft erhalten. Ursache ist, dass er 2010 auf der Internetseite „Aabenhedstinget.dk“ eine Reihe von 12 Schweinemastbetrieben auflistete, wo Mitarbeiter oder Besitzer für die antibiotikaresistente MRSA positiv getestet worden waren. Der Redakteur der Website, Nils Mulvad, steht auch vor einer baldigen Verklagung wegen der Veröffentlichung.

Der Amtsarzt in Südjütland, wo mehreren von den betroffenen Betrieben verortet waren, hat den Antrag die beiden Journalisten zu verklagen an der Polizei in Aarhus gesendet, die in Dänemark eng mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeitet.

„Dänemark erscheint im Lichte des hartnackigen Plädoyers für die Pressefreiheit, das sich während der sogenannten Zeichnungskrise ereignete, doppelmoralisch. Man kann nicht Religionskritik und sogar Lächerlichmachung der Religion erlauben, und gleichzeitig die Verbreitung von Informationen über lebensgefährdenden Bakterien in den Arbeitsplätzen kriminalisieren.“, so Kjeld Hansen.

„Im Grunde ist die Sache lächerlich. Meine rechtliche Beratung weist ab, dass die § 152, 2 D des Strafgesetzbuches überhaupt in Verwendung gebracht werden könne. Dabei steht die Sache kurz vor ihre Vertagung. Doch finde ich es brisant, dass Dänemark seit heute unter den Ländern zu finden ist, wo Journalisten mit Haftstrafe gedroht werden. Insofern bin ich traurig.“ reflektiert der Journalist, dessen Bücher über die Trockenlegung der dänischen Landschaft und über den Rückgang der Natur in Grönland ihm landesweiten Ruf gegeben hat.

Faktenbox MRSA

Laut Stechproben sind 16% von den dänischen Schweinemastbetrieben mit MRSA infiziert und die Zahl steigt an. Die Behörden haben aber keine Liste von den betroffenen Betrieben veröffentlicht und Anträge von Journalisten Akteneinsicht darin zu erhalten wurden bisher strikt abgelehnt. Der dänische Ombudsmann wird die Rechtsgültigkeit dieser Ablehnungen bald beurteilen.

10% des dänischen Schweinefleischs ist durch MRSA infiziert, eine verdoppelung in zwei Jahren. Eine beängstigende Steigung auf 20% von neuen MRSA-infektionen, die bei Menschen, die kein Kontakt zu Schweineproduktion vorkommen, ist neulich in Nord-Jütland festgetsellt worden.

Täglich werden im Schnitt 30.000 Ferkel aus Dänemark in Deutschland exportiert. Gesetzmäßig muss um die Sicherheit zu gewährleisten spätestens 24 Stunden vor der Abfahrt von einem Tierarzt ein Zertifikat erstellt werden, das u.a. bestätigt, ob die Tiere mit Hormonen gefüttert wurden, in der Nähe von Dioxin oder radioaktiven Isotopen waren usw. Der Tierarzt soll aber keine Informationen über die Gefahr resistente Bakterien in den Empfängerbetrieben zu verbreiten angeben.

Published by: curi56

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