So viele Schweine wie noch nie: Blutiger Rekord im Schlachthaus


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Schlachthaus“

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>Für Tierliebhaber und Vegetarier ist es eine über alle Maßen grausame Zahl: In

den drei Spätsommermonaten Juli, August und September töten Fachkräfte in 

deutschen Schlachthäusern erstmals mehr als 15 Millionen Borstentiere. Der 

Hunger nach Fleisch nimmt weiter zu: Auch immer mehr junge Hühner müssen dran 

glauben.

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>Im abgelaufenen Quartal mussten in Deutschland so viele Schweine ihr Leben 

lassen wie noch nie zuvor. Von Juli bis September 2011 wurden 15,2 Millionen 

Tiere geschlachtet, teilte das Statistische Bundesamt mit.

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>Im dritten Quartal 2011 kamen damit nicht nur über eine halbe Million mehr 

Schweine unters Messer als ein Jahr zuvor. Die Zahl übertraf auch noch das 

bisherige Rekordergebnis aus dem vierten Quartal 2010. Damals mussten 15,1 

Millionen Tiere sterben.

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>Die erzeugte Fleischmenge erhöhte sich im dritten Quartal 2011 um 4,3 Prozent 

auf 1,42 Millionen Tonnen. Die Bedeutung des Imports lebender Tiere ging dabei 

leicht zurück: Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Schlachtungen von 

Schweinen inländischer Herkunft um 4,5 Prozent, während die von importierten 

Schweinen um 5,7 Prozent zurückging. Damit entstammten im dritten Quartal 91,8 

Prozent der Schlachtschweine aus deutschen Betrieben. Der Rest wurde eingeführt.

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>Der Trend geht zum Huhn

>Insgesamt bestätigte sich in den vergangenen Monaten auch der Trend aus dem 

Vorjahr: Der Appetit der Deutschen scheint sich immer stärker auf Schwein und 

Geflügel zu verlagern. Die Menge des durch Schlachtung erzeugten Rindfleisches 

ging erneut zurück. In den Monaten Juli bis September wurden den amtlichen 

Angaben zufolge rund 909.000 Rinder geschlachtet, was einem Minus 0,7 Prozent 

entspricht. Die daraus erzeugte Schlachtmenge belief sich auf 285.000 Tonnen, 

ein Minus von 1,7 Prozent.

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>Laut amtlicher Statistik warfen die meldepflichtigen Geflügelschlachtereien 

insgesamt 358.000 Tonnen und damit 4,6 Prozent mehr Geflügelfleisch als im 

Vorjahresquartal auf den Markt. Davon entfielen auf Jungmasthühnerfleisch 

220.000 Tonnen (plus 7,7 Prozent) und auf Truthuhnfleisch 113.000 Tonnen (minus 

0,6 Prozent). Die private Hühnerhaltung wird von den Beamten im Wiesbadener 

Bundesamt nicht erfasst.

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>Deutsche verschmähen Ziege

>Dafür gibt es Zahlen zum Fleischaufkommen aus den übrigen Tierarten. Hier 
bewegte sich die anfallende Menge mit 5.600 Tonnen auf vergleichsweise niedrigem

Niveau. Mengenmäßig von Bedeutung war dabei Lammfleisch mit einer Produktion von 

3.700 Tonnen, was einem Rückgang von 0,7 Prozent entspricht. Das Fleisch von 

erwachsenen Schafen oder Ziegen spielt im Geschmacksbedürfnis der Deutschen 

weiterhin eine untergeordnete Rolle.

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>Nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Fleischwarenindustrie zum 

Viehbestand leben in Deutschland knapp 13 Millionen Rinder und rund 27 Millionen 

Schweine. Einer großen Zahl der Tiere ist dabei kein sonderlich langes Leben 

vergönnt. Zum Verzehr vorgesehene Schweine werden in der Regel nicht viel älter 

als sechs Monate. Entsprechend hoch ist der Durchlauf in den Ställen der 

deutschen Zucht- und Mastbetriebe.

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>Fleisch bleibt in Deutschland nach wie vor vergleichsweise günstig: Im 

vergangenen Jahr lagen die Preise für Schweinefleisch „ab Schlachtstätte“ im 

bundesweiten Durchschnitt zwischen 1,38 und 1,42 Euro je Kilogramm. Laut Verband 

der Fleischwarenindustrie wandert ein gutes Drittel des Schweinefleischs in die 

Herstellung von Wurst und Schinken: So kam die Branche im Gesamtjahr 2010 auf 

1.484.184 Tonnen Wurst und 211.043 Tonnen Schinken.

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