Von Menschen und Tieren: “Schwein” als Beleidigung


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22.07.2013 | 09:59 3

Von Menschen und Tieren: Das Schwein

als Beleidigung Warum sich in der deutschen Sprache im Laufe der Jahrhunderte der Begriff „Schwein“ als häufigste Form der Beleidigung durchgesetzt hat, ist unklar.

Ein Nutzerbeitrag von Wikinger333

Möglicherweise hängt es mit der Einfachheit der Aussprache zusammen. „Du Schwein“ kommt einfach flüssiger über die Lippen als z.B. „Du Kakerlake“ (so bezeichnete die Volksgruppe der Hutus die Gruppe der Tutsies während des Völkermordes in Ruanda).

Es lohnt sich, etwas genauer diese Art von Menschen zu betrachten, die andere mit dem Begriff “Schwein” beleidigen. Lassen Sie mich dazu einige Beispiele anführen:

In der Szene der „harten“ Fußballfans erfreut sich das Schwein als Schimpfwort besonderer Beliebtheit, gerne auch in seiner sexistischen Abwandlung „Sau“. So wird der Schiedsrichter bei tatsächlicher oder vermeintlicher Fehlentscheidung schnell zur „Schwarzen Sau“. Selbst harmlosere Fouls werden mit der Forderung „Raus die Sau“ quittiert. In Zeiten der Gender – correctness ist dies besonders verwerflich, auch wenn die Nutzung der weiblichen Form heutzutage auch an Universitäten („Herr Professorin“) anzutreffen ist. Aber  die Benutzung von weiblichen Begriffen als Schimpfwort für Männer ist in keinem Fall hinzunehmen. Auch Spieler und Fans der gegnerischen Mannschaft werden gerne mit entsprechenden Sprechchören (z.B.“ Wir wollen keine – ………. – Schweine“) bedacht. Nun kann man den Schreihälsen aus der Fankurve zugutehalten, dass sie in einer emotionalen Ausnahmesituation gefangen sind und unter normalen Umständen von derartigen Beleidigungen Abstand nehmen, zumal sie im Wege der Gegenseitigkeit diese Beleidigungen auch sportlich einstecken müssen. Wenden wir uns deshalb denen zu, die das Schwein gezielt und durchdacht als Beleidigung einsetzen.

In der Regel aus einer Position der selbstempfundenen Überlegenheit heraus wird der Begriff „Schwein / Sau“ als Waffe (die zu einer verletzenden und verhetzenden Beleidigung führen soll) eingesetzt. Dabei kann die selbstempfundene Überlegenheit rassistischer oder antisemitischer Natur sein (z.B. der Begriff „Juden-Sau“ in den Schmierblättern der Nazis) oder moralischer Natur sein (z.B. die Titulierung als „perverse Schweine“ für Homosexuelle). Ebenso häufig ist die Nutzung der Beleidigung anzutreffen, wenn sich in der Diskussion / im Streit die eigenen Argumente als zu schwach herausstellen („Halts Maul, Du Sau“) oder wenn man im Wissen um die eigene argumentative Schwäche eine Diskussion verhindern will („Hau ab, Du Sau“), dann auch gerne im Zusammenhang mit Niederbrüllen.

Zusammenfassend kann man also festhalten, dass ein selbstgerechtes Überlegenheitsgefühl zusammen mit der Absicht, die „anderen“ herabzuwürdigen und die argumentative Schwäche der eigenen Position dazu führt, Beleidigungen allgemein, im deutschen Sprachgebrauch häufig in Verbindung mit dem Begriff „Schwein“ zu nutzen.

Wie bin eigentlich darauf gekommen, diesen Beitrag zu schreiben? Ach ja: deswegen….

http://de.indymedia.org/2013/07/347000.shtml

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

https://www.freitag.de/autoren/wikinger333/von-menschen-und-tieren-das-schwein

Dänemark gilt als Vorzeigeland für Schweinehaltung, aber:


 

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Dänemark gilt als Vorzeigeland für Schweinehaltung, aber:

Mindestens 24 % der Schweine leben in chronischen Schmerzzuständen

Autopsien haben gezeigt, woran die Tiere zu Lebzeiten gelitten hatten:

  • Gebrochene (hintere) Gliedmaßen

  • Schmerzhafte, verbrauchte, verschlissene Gelenke

  • Chronische Knochenentzündungen und andere Beinabnormitäten

  • Überdehnte oder gerissene Ligamente (zumeist wenig dehnbare, faserartige Bindegewebsstränge, die Knochen mit Knochen verbinden)

  • Ausgekugelte und verstauche Gelenkkapseln

  • Arthritis

Die Sterblichkeitsrate unter den Sauen steigt unentwegt an, im gleichen Maße wie die Fruchtbarkeitsrate.

Und dies, obwohl 45% der Schweine getötet werden, bevor sie ihren zweiten Wurf erleben.

Ein Mutterschwein in Dänemark wirft im Jahresdurchschnitt ca. 25 Ferkel; das sind mehr als zweimal so viel wie vor 20 Jahren. Die Schweine erreichen ihr Schlachtgewicht nach 4 bis 5 Monaten. Das ist die Hälfte der Zeit, die sie vor 20 Jahren brauchten. Die Industrie arbeitet daran, die Fruchtbarkeitsrate auf 30 Ferkel pro Jahr/Sau zu erhöhen.

33% aller geschlachteten Schweine erhielten ungünstige Kommentare durch amtliche Veterinärinspektoren in den Schlachthäusern. Die Schlachtkörper wiesen folgende Verletzungen auf:

 

Schwanzbisse, Löcher oder Narben in und auf dem Lungengewebe, Lagerungswunden, wie  z.B. Schulternekrose etc.; 2002 wurden bei über 25.000 Schweinen so starke Liegeverletzungen festgestellt, dass Knochen durch die Haut herausstachen.

 

Die Hälfte der geschlachteten Schweine wies ernsthafte Missbildungen auf:

 

Herzklappenfehler oder Klappenvitium (Oberbegriff für angeborene oder erworbene Funktionsstörungen einer oder mehrerer Herzklappen). Ein Klappenfehler kann jede der vier Herzklappen betreffen, wobei die Klappen im linken Herz (Aorten-und Mitralklappe) deutlich häufiger betroffen sind als die im rechten Herzen (Pulmonal- und Trikuspidalklappe). Die Funktionsstörung kann in einer Verengung (Stenose), einer Schlussunfähigkeit (Insuffizienz) oder einer Kombination aus beidem (kombiniertes Vitium) bestehen.

 

Angeborene Fehlbildungen des Magens und des oberen Verdauungstrakts z.B. eine Pylorusstenose (eine Verengung im Bereich des Magenausganges). Charakteristisch ist die Verdickung des Bulbus (der Begriff Bulbus wird in der Anatomie zur Bezeichnung knollenförmiger Organe oder Organteile verwendet,) sowie Hypertrophie (H. bezeichnet in der Medizin die Größenzunahme eines Organs oder eines Gewebes ((bei vermehrter Beanspruchung)) allein durch Zellvergrößerung. In vergrößerten Organen können Hypertrophie und Hyperplasie parallel auftreten. Die Hypertrophie ergibt sich nur durch die vermehrte Syntheseleistung (hypertroph = überernährt) der Zellen, nicht aber durch Zellschwellung (verursacht zum Beispiel durch erhöhten Wassereinstrom oder Fetteinlagerung) und Spasmen der pylorischen Muskelschicht. Ursache ist offenbar eine Innervationsstörung   innerhalb des Plexus myentericus (Plexus myentericus (oder Auerbach-Plexus nach Leopold  Auerbach) ist ein Teil des Enterischen Nervensystems  (Das Enterische Nervensystem (kurz ENS,  enterisch von gr. Enteron für Darm; auch Darmnervensystem oder Eingeweidenervensystem genannt)).

 

Heterotopien (Heterotopie meint funktionelles Gewebe, das sich nicht an der anatomisch üblichen Lokalisation befindet) findet man in Form kleiner Inseln duodenalen Epithels (Besonderheit des Duodenums sogenannte Brunner-Drüsen (Glandulae duodenales))

oder

pankreatischer Drüsen. An diesen Stellen können sich Entzündung bis hin zu Ulzera entwickeln. Hernien (siehe oben) führen zu gastro-oesophagealem Reflux. Unter Umständen können größere Anteile der Bauchorgane in die Thoraxhöhle verlagert werden (Zwerchfellhernie) (privates Skript/aus meinem Med. Stud.).

Geschwüre  jeglicher Art wurden in einem Drittel der Schweine gefunden.

Überbelegung ist ein Hauptproblem in vielen Schweinehaltungen, vor allem, wenn saugende Ferkel bei den Müttern sind. Die dänische Tierschutzgruppe für Schweine ist der Meinung, dass die legalen Bedürfnisse der Schweine nach Bereitstellung von geeigneten Boxen für kranke, verwundete oder erschöpfte Schweine nicht befriedigt werden.

 

(Bericht von 16 Veterinären, veröffentlicht 2003 durch die Danish Pig Veterinary Society, Die  Dänische Veterinär-Gesellschaft für Schweine).

DIESE ZEILEN STAMMEN AUS MEINEM BUCH S.22-24:

Schwein gehabt? -Wissenschaftliche  Annäherung an eine Kulturgeschichte des Fleischverzehrs 2. Auflage – Hardcovercover1schweingehabt

Annamaria Dr. Grabowski

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Beschreibung

Die Autorin: Annamaria Grabowski
Ich habe mich den Tieren in der Massentierhaltung, hier besonders den Schweinen, zugewandt.
Ich bin der Frage, was uns Menschen bewegt, Tiere in Massentierhaltung, Massentiertransporten, Massenschlachtanlagen zu bringen, nachgegangen.
Entstanden ist dieses Buch, das auch eine Kulturgeschichte des Fleisches, des Fleischgenusses, aber auch der Gewalt ist. Vorgestellt wird auch die Situation derer, die in Schlachthöfen, auf Tiertransporten und Auktionshäusern für Farmtiere arbeiten; die Frage wird gestellt, welche Auswirkungen ihre Tätigkeit auf ihre Umwelt, die nähere und die weitere, haben könnte, welche Folgen chronische Gewalt an Tieren bei Tier und Mensch auslöst. Wissenschaftler werden zitiert, die nach intensiven Forschungsarbeiten davon überzeugt sind, dass Schweine intelligente, aufgeweckte und soziale Tiere sind.
Es wird berichtet von Hamlet und Omelette, zwei Schweinen, die Videospiele lieben, von Lulu, die die Mutter ihrer Besitzerin rettet, von Schweinen, die sich selbst im Spiegel erkennen, die schwimmen und tauchen können, ach und noch so viel mehr.
Das Schreien und Weinen der Schweine, bei der Kastration der Ferkel, bei der Wegnahme der Ferkel vom Muttertier, bei Abholung für den Transport zum Schlachthof,
beim Schlachten am Hof, hat mich so bewegt, dass ich mich daran machte, über das
Leben der Schweine zu recherchieren

Buchdetails

Sprache: Deutsch

mehr Details ISBN: 9783844290622

Format: DIN A4 hoch

Seiten: 572

Altersempfehlung: ab 18 Jahren

Erscheinungsdatum: 27.04.2014

Schlagworte: Schwein, Ethik, Massentierhaltung, Psychologie, Ethik

 

Residents in North Carolina forced to stay indoors because the stench from nearby factory farms is so disgusting.


Residents in North Carolina forced to stay indoors because the stench from nearby factory farms is so disgusting.

Read more: http://www.mfablog.org/2014/08/factory-farms-making-life-hell-for-animals-and-neighbors.html

Pork torque: Bacon-fueled motorcycle takes to the road — and Sturgis


https://social.newsinc.com/media/json/69017/26299210/singleVideoOG.html?type=VideoPlayer%2F16x9&widgetId=2&trackingGroup=69017&videoId=26299210#.U–_AM6GndY.twitter

“The exhaust smells like bacon. So when we cruise past you, you’ll thank us,” the project organizers say, virtuously adding, “If there were a bacon biodiesel tanker spill in the ocean, the fuel would be safe and mouthwatering fish food. This bacon biodiesel is nearly carbon-neutral, meaning it contributes almost zero emissions to global warming.”

When that’s all over, the motorcycle will be displayed at the Spam Museum in Austin, Minnesota.

Read more: http://www.washingtontimes.com/news/2014/aug/7/pork-torque-bacon-fueled-motorcycle-takes-to-the-r/#ixzz3AaZGWNqz
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